MwSt. Senkung 2020

MwSt.Senkung 2020

19. Juni 2020 | News

Absenkung des Mehrwertsteuersatzes für den Zeitraum 01.07.2020 – 31.12.2020

Der Koalitionsausschuss hat sich am 03.06.2020 auf ein umfangreiches Konjunktur- und Zukunftspaket verständigt. Das Maßnahmenpaket sieht unter anderem vor, dass für den Zeitraum vom 01.07.2020 bis zum 31.12.2020 der allgemeine Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent auf 16 Prozent und der ermäßigte Satz von 7 Prozent auf 5 Prozent gesenkt wird. In der Kabinettssitzung vom 12.06.2020 wurde nunmehr das Zweite Corona-Steuerhilfegesetz beschlossen, welches die Senkung der Umsatzsteuer vorsieht. Erst am 15.06.2020 wurde schließlich vom Bundesministerium der Finanzen (BMF) ein Entwurf eines begleitenden BMF-Schreibens veröffentlicht.

 

Wie ist der aktuelle Stand des Gesetzesvorhabens?

Das BMF hat bereits am 06.06.2020 eine Formulierungshilfe für einen Gesetzentwurf an die Bundesministerien versendet und um Stellungnahme bis 08.06.2020 gebeten. Am 12.06.2020 hat sich dann das Kabinett mit dem Gesetzentwurf befasst, am 16.06.2020 diskutiert ihn die Fraktion. Für den 17./18./19.06.2020 sind die Lesungen im Bundestag geplant und für den 26.06.2020 die Zustimmung des Bundesrats. Ein begleitendes BMF-Schreiben wurde am 15.06.2020 im Entwurf veröffentlicht.

 

Anwendungsregelung für Änderungen des Umsatzsteuergesetzes

Gemäß dem Entwurf eines begleitenden BMF-Schreibens vom 15.06.2020 sind, soweit nichts Anderes bestimmt ist, Änderungen des Umsatzsteuergesetzes auf Lieferungen, sonstige Leistungen und innergemeinschaftliche Erwerbe anzuwenden, die ab dem In-Kraft-Treten der jeweiligen Änderungsvorschrift ausgeführt werden (§ 27, Abs. 1 Satz 1 UstG).

 

Anwendungsbeginn

Die neuen Umsatzsteuersätze von 16 Prozent und 5 Prozent sind auf die Lieferungen, sonstigen Leistungen und die innergemeinschaftlichen Erwerbe anzuwenden, die zwischen dem 1. Juli 2020 und 31. Dezember 2020 bewirkt werden. Maßgebend für die Anwendung dieser Umsatzsteuersätze ist stets der Zeitpunkt, in dem der jeweilige Umsatz ausgeführt wird. Auf den Zeitpunkt der vertraglichen Vereinbarung kommt es ebenso wenig an wie auf den Zeitpunkt der Entgeltsvereinnahmung oder der Rechnungserteilung (vgl. Abschnitt 12.1 Abs. 3 UStAE).

 

Anpassungen der Steuersätze in Onventis – mögliche Maßnahmen für Buyer

Abhängig von der jeweiligen Konfigurations- und Prozessausprägung Ihrer Onventis Buyer Organisation ist die Anpassung der im System hinterlegten Umsatzsteuersätze sowie die etwaige Anlage neuer oder Anpassung bestehender Steuercodes und, bei eigenen Einkaufskatalogen, die Anpassung der Steuersätze der Katalogartikel sinnvoll. Diese Änderungen der Konfigurations- und Prozessausprägung sowie der Katalogstammdaten können durch Ihre Key User / Systemadministratoren eigenständig durchgeführt werden. Onventis unterstützt Sie jedoch gerne in der konkreten Ermittlung und Feststellung der empfohlenen Anpassungen. Hierzu wenden Sie sich bitte an unser Support Team, die Ihr Anliegen umgehend an unser Consulting zur weiteren Prüfung und Kontaktaufnahme gibt. Auch stellen wir Ihnen für die Anpassung der Steuersätze in Ihren Katalogstammdaten gerne einen entsprechenden Leitfaden zur Verfügung.

 

Da sich die Umsatzsteuer zum Zeitpunkt der Ausführung der Lieferungen, sonstigen Leistungen und innergemeinschaftlichen Erwerbe ermittelt, dienen die in einer Bestellung enthaltenen Steuersätze, die sich aus der Konfigurations- und Prozessausprägung sowie aus Katalogartikeldaten ergeben, einerseits als Vorschlagswert für die Rechnungserfassung sowie andererseits zur buchhalterischen Planung der Vorsteuerverrechnung, noch bevor die eigentliche Lieferantenrechnung eintrifft. Somit haben diese eher planerischen als verpflichtenden Charakter. Maßgeblich sind die Rechnungsdaten Ihrer Lieferanten, welche die zum Zeitpunkt der Rechnungsstellung mit Berücksichtigung des Ausführungszeitpunkts der Lieferung oder sonstigen Leistung relevanten Steuerangaben beinhalten müssen. Eine Anpassung gerade der in der Regel sehr umfangreichen Katalogstammdaten ist somit zum Zweck der Konformität mit der Gesetzesänderung nicht zwingend erforderlich.

 

Anpassung der Steuersätze in Onventis – mögliche Maßnahmen für Supplier

Die für Lieferanten relevanten Anwendungsbereiche beziehen sich einerseits auf die im Onventis Open Procurement Network bereitgestellten Kataloge für Buyer als auch die per OCI- oder cXML angebundenen E-Commerce (Online Shop) Anwendungen. Während die per OCI oder cXML Verbindung übertragenen Warenkorbpositionen und deren Steuersätze von Ihnen als Lieferant in Ihrem System angepasst werden sollten, können Sie die Steuersätze für die in der Onventis Plattform gehosteten Katalogdaten im Falle der Selbstadministration eigenständig ändern. Wir stellen Ihnen hierfür gerne einen entsprechenden Leitfaden zur Verfügung. In den Fällen, in denen Ihre Kataloge in Ihrem Auftrag durch die Onventis importiert wurden, wenden Sie sich bitte an unser Support Team, die Ihr Anliegen umgehend an unser Catalog & Integration Services Team zur weiteren Prüfung und Kontaktaufnahme gibt.

 

Da sich die Umsatzsteuer zum Zeitpunkt der Ausführung der Lieferungen, sonstigen Leistungen und innergemeinschaftlichen Erwerbe ermittelt, dienen die in einer Bestellung enthaltenen Steuersätze, die sich aus der Konfigurations- und Prozessausprägung Ihres Kunden sowie aus den dem Kunden von Ihnen zur Verfügung gestellten Katalogartikeldaten ergeben, einerseits als Vorschlagswert für die Rechnungserfassung sowie andererseits zur buchhalterischen Planung der Vorsteuerverrechnung, noch bevor die eigentliche Lieferantenrechnung eintrifft. Somit haben diese eher planerischen als verpflichtenden Charakter. Maßgeblich sind Ihre Rechnungsdaten, welche die zum Zeitpunkt der Rechnungsstellung mit Berücksichtigung des Ausführungszeitpunkts der Lieferung oder sonstigen Leistung relevanten Steuerangaben beinhalten müssen. Eine Anpassung gerade der in der Regel sehr umfangreichen Katalogstammdaten ist somit zum Zweck der Konformität mit der Gesetzesänderung nicht zwingend erforderlich.

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