E-Rechnungsstellung in der Schweiz: Formate, Netzwerke und Zeitpläne
Die Schweiz ist nicht Teil der EU, verfügt jedoch über langjährige Anforderungen an strukturierte E-Rechnungen im öffentlichen Sektor. Das Schweizer Modell ist B2G-orientiert und setzt nicht auf eine Clearing-Plattform nach EU-Vorbild.
Überblick zur E-Rechnungsstellung in der Schweiz
Die Schweiz legt den Fokus auf:
- Strukturierte elektronische Rechnungen für Bundesbehörden
- Nachträgliche Mehrwertsteuerkontrollen
- Sichere elektronische Übertragungskanäle
Unterstützte Rechnungsformate in der Schweiz
- swissDIGIN
- ZUGFeRD / Factur-X (Hybrid)
Darüber hinaus enthalten viele Schweizer Rechnungen einen QR-Code für Zahlungszwecke. Wichtig: Eine QR-Code-Rechnung gilt nicht als E-Rechnung. Sie liefert keine strukturierten Rechnungsdaten, die für eine automatisierte Verarbeitung geeignet sind
Wie E-Rechnungen in der Schweiz ausgetauscht werden
- Strukturierte Rechnungen werden über genehmigte elektronische Kanäle übermittelt, die von der empfangenden Bundesbehörde definiert werden
- Es gibt keine einzige landesweite Clearing-Plattform
Zeitplan und verpflichtende Phasen in der Schweiz
B2G (Business-to-Government)
- Seit 1. Januar 2016 Lieferanten, die Schweizer Bundesbehörden abrechnen (in der Regel ab CHF 5.000), müssen Rechnungen in einem strukturierten elektronischen Format einreichen
B2B (Business-to-Business)
- Derzeit keine klaren Fristen definiert Die Schweiz hat kein angekündigtes Mandat für strukturierte B2B-E-Rechnungen.
Fazit
Die Schweiz verfügt über klare, langjährige B2G-E-Rechnungsanforderungen, während B2B freiwillig bleibt. Trotz der weit verbreiteten Nutzung von QR-Codes erfordert echte E-Rechnungsstellung weiterhin strukturierte Rechnungsdaten.
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