Kloepfel Consulting im Interview

Eine Allianz für den Mittelstand: Einkaufsberatung und Digitalplattform verbinden sich zu einem einkaufsspezifischen Lösungsmodell

Die Einkaufsberatung Kloepfel Consulting ist eine der größten und schnellsten wachsenden Beratungsgesellschaften für Einkaufsoptimierung im deutschsprachigen Mittelstand. Seit einiger Zeit zählt Kloepfel Consulting zum zertifizierten Partnernetzwerk von Onventis. Im Interview sprechen Marc Kloepfel, Alexander Hornikel und Frank Schmidt über die digitale Transformation des Einkaufs und erklären, welche nachhaltigen Synergien und Mehrwerte sich für Kunden und Interessenten durch diese Partnerschaft ergeben.

Marc Kloepfel
Gründer & Geschäftsführer
Kloepfel Consulting

Alexander Hornikel
Senior Partner
Kloepfel Consulting

Frank Schmidt
CEO
Onventis

Ein kurzer Rückblick: Warum haben sich Kloepfel Consulting und Onventis für eine Partnerschaft entschieden?

Frank Schmidt: Als All-in-One Beschaffungsnetzwerk sind Partnerschaften ein wesentlicher Bestandteil unserer Geschäftsstrategie. Unser Netzwerk vergrößern wir damit laufend und schaffen den Nährboden für neue E-Procurement Angebote. Wir glauben, dass die Kombination einer digitalen Plattformlösung gemeinsam mit Dienstleistungsexpertise im Einkauf nicht nur besser funktionieren, sondern auch deutlich nachhaltiger für den Kunden sind. Mit Kloepfel und Onventis bringen wir zwei große Mittelstandsplayer aus den Bereichen E-Procurement und Einkaufsberatung zusammen. Den Anstoß dazu gab das Kloepfel Team mit der spannenden Business-Idee einer eigenen Plattform für Spend Management. Die entstand ganz einfach deshalb, weil Kunden in Beratungsprojekten oft Zusatzanforderungen einbringen, wie Lieferanten zu validieren, Compliance zu schaffen oder Ausschreibungen abzuwickeln. Die Infrastruktur dafür schaffen wir bei Onventis mit unserer All-in-One Procurement Lösung. Einkaufsberatung und Digitalplattform verbinden sich hier zu einem einkaufsspezifischen Lösungsmodell. Auf diese Weise multiplizieren wir unsere Stärken.

Marc Kloepfel: In der Vergangenheit haben wir für jeden neuen Kunden eine eigene Datenlage zu Lieferanten und Verfügbarkeiten geschaffen. Um noch effektiver zu werden, suchten wir daher ein System, das uns dabei hilft, Lieferantendaten projektübergreifend zu nutzen und als Katalog abzubilden. Für wiederkehrende Kleinstbestellungen für Büromaterial bis hin zu Elektroinstallationsmaterial. Außerdem sollten unsere Kunden direkt über das System bestellen können und unsere Ausschreibungen zukünftig standardisiert werden. Onventis hat uns mit seiner Funktionalität und Nutzerfreundlichkeit überzeugt und sich von der Konkurrenz abheben können, sodass wir uns für die Einrichtung der gemeinsamen Plattform Proctopus entschieden haben.

Alexander Hornikel: Darüber hinaus haben wir eine ähnliche Kundenklientel und Zielgruppe, weshalb wir auch im Veranstaltungs- und Vertriebsbereich bereits hervorragende Synergieeffekte erzielen konnten. Das zeigt zudem, dass die Chemie in der Partnerschaft stimmt.

 

Von welchen kombinierten E-Procurement-Leistungen profitieren potenzielle Kunden ab sofort?

Frank Schmidt: Der Vorteil liegt auf der Hand: Sie sparen Geld und Zeit. Als Kunde haben Sie einen Vertragspartner, der Ihnen alles aus einer Hand anbietet: Consulting. Support, Implementierung, Beratung. Dadurch wird zusätzlicher Raum für weitere Optimierungen im Einkauf geschaffen. Konditionen mit Lieferanten werden im Vorfeld ausgehandelt und zentral zur Verfügung gestellt. Durch die Bündelung von vielen Bedarfen der gleichen Materialgruppe entstehen zusätzlich Kostenvorteile für die Plattformnutzer. Am Lösungsmarkt ist dieses Angebot einzigartig.

Marc Kloepfel: Die Stärke der Kloepfel Consulting liegt in der Prozess- und Kostenoptimierung im Einkauf. Dank unseres Know-Hows haben wir auch ein entsprechendes Standing bei den Kunden. Dieses Profil trifft auf den Schwerpunkt Digitalisierung bei Onventis, mit Expertenwissen zur Datenaufbereitung und Nutzung.

Alexander Hornikel: Zusammen bringt das unseren Kunden einen erheblichen Mehrwert: Es werden nicht einmalige Projektergebnisse durch uns übergeben, sondern ein mächtiges Tool, mit dem sich die Beschaffungslage des Kunden jährlich prüfen und verbessern lässt. Wenn wir für einen Auftraggeber gute Preise bei einem Lieferanten verhandeln, profitieren zudem auch andere Kunden über Proctopus davon gleich mit – denn wir können viel größere Volumen bündeln und verhandeln. Unsere Verhandlungsstärke und Marktkenntnis werden so optimal mit dem Digitalwissen von Onventis zusammengeführt.

 

In welcher Form hat Corona die Arbeit im Einkauf allgemein und im Speziellen für Beschaffungsservices verändert?

Frank Schmidt: Als Digitalunternehmen konnten wir direkt reagieren und bieten unseren Mitarbeitern 100% Homeoffice. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass Produktivität keine Frage eines Ortes, sonders des Mindsets ist. Unsere Services sind für Kunden schon immer vollumfänglich virtuell in der Cloud verfügbar gewesen. Mitten in der Pandemie haben wir bei Onventis sogar einen Unternehmenszukauf realisiert. Der Akquisitionsprozess inklusiver umfangreicher Due Dilligence wurde komplett remote durchgeführt. Bezogen auf unsere Kunden und die Fokusthemen im Einkauf sehen wir eine klare Dominanz von Risikomanagement, Versorgungs- und Prozesssicherheit. Doch das ist meiner Meinung nach zu kurzfristig gedacht. Um die Folgen der Pandemie zu bekämpfen, sind obendrein auch zusätzliche Ideen für zukunftsfähige Geschäftsmodelle, Vertriebskanäle und Partner gefragt. Und genau da setzen wir mit Kloepfel Consulting an. Durch die Partnerschaft vervielfachen sich die Potenziale für smarte Digitalisierungsprojekte. Neben der Kooperation haben wir auch erstmals einen gemeinsamen Einkaufsgehaltsreport veröffentlicht. Eine positive Erkenntnis daraus war sicherlich auch, dass die Mehrheit aller Einkäufer keinen Gehaltsverlust durch Corona erlitten hat. In Sachen Diversity ist der mittelständische Einkauf hingegen noch weit vom neuen Normal entfernt. Mit satten 19% Unterschied in der Bezahlung gibt es dort z.B. einen hohen Gender-Pay-Gap. Corona sollten wir also definitiv als Weckruf für Veränderungen im Einkauf sehen.

Marc Kloepfel: Alle Unternehmensbereiche sind digitaler geworden, das betrifft auch die Arbeit der Einkaufsabteilungen: Videomeetings, digitale Ausschreibungen, Homeoffice. Selbstverständlich haben auch unsere Mitarbeiter sich schnell an die neue Situation angepasst und beispielsweise unsere Supplier Conventions in eine sehr erfolgreiche, 100% digitale Form übertragen. In Sachen Einkaufsdatenmanagement und E-Procurement wurde der Fortschritt in vielen Unternehmen allerdings vergleichsweise sogar ausgebremst, weil hierfür Manpower und Investitionen nötig gewesen wären, die Unternehmen im ersten Krisenschock erstmal scheuten.

Alexander Hornikel: Das gilt insbesondere für jene Branchen, die besonders von Corona betroffen waren, wie etwa Automotive. Hier hat der Kloepfel Gehaltsreport gezeigt, dass 99 Prozent der deutschen Unternehmen betroffen waren, ein Drittel davon schwer.

 

Was sind 2021 die größten Herausforderungen bei der Digitalisierung des Einkaufs im deutschen Mittelstand?

Frank Schmidt: Ich rate dem Einkauf: Seid mutiger. Seht die Evaluierung von digitalen Chancen im Einkaufsprozess als Routineaufgabe. Sind passende Tools gefunden, sollten Sie nicht nur im Feldversuch erprobt, sondern im Anschluss auch konsequent eingesetzt werden. Denn gerade in der pandemischen Lage sehen wir, dass Weiterentwicklung und Agilität die entscheidenden Parameter für erfolgreiche Beschaffungsorganisationen sind. Wer das bisher nicht getan hat, tut sich jetzt sehr schwer. Unsere aktuelle Trendstudie zeigt, dass die Mehrheit (ca. 30 %) der Teilnehmer auf Nachhaltigkeit und Lieferantennetzwerke setzt. Richtig so! Was wir ebenfalls feststellen, ist der Trend weg von oftmals sehr fragmentierten ERP-zentrischen Software-Satelliten hin zu integrierten All-In-One Procurement Plattformen.

Marc Kloepfel: Der Mittelstand hat ganz generell noch hohe Herausforderungen in Sachen Digitalisierung, viele Prozesse sind noch papierlastig. Das war auch schon vor 2021 so, ERP-Systeme sind größtenteils veraltet und E-Procurement-Systeme wie Onventis werden vielleicht bei einem Viertel der Einkaufsabteilungen genutzt.

Alexander Hornikel: Der erste Ansatzpunkt ist und bleibt die digitale Aufbereitung der Stammdatenlage – und unsere Empfehlung lautet hier klar, die für vielen Unternehmen derzeit eher ruhigen Monate dafür zu nutzen, diese Grundlage für eine weitere Digitalisierung des Einkaufs zu schaffen.

 

In einem Satz: Warum sollten Einkaufsorganisationen auf Kloepfel und Onventis als Sparringspartner ihrer digitalen Transformation setzen?

Frank Schmidt: Weil wir mit doppeltem Einkaufs-Know-how antreten und so die Möglichkeiten der Digitalisierung für Sie multiplizieren – branchenunabhängig, passgenau und hocheffizient.

Marc Kloepfel: Wir stehen für die ideale Kombination von Lieferantenwissen und Verhandlungsstärke mit Datenbank- und Digitalisierungsexpertise, sodass wir kurzfristig erzielte Einsparungen nachhaltig absichern.

 

Marc Kloepfel, Alexander Hornikel und Frank Schmidt, vielen Dank für das Gespräch!

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