Was Einkäufer von Bienen lernen können

Bienen stehen für nachhaltige Beschaffung in ökonomischer, ökologischer und sozialer Hinsicht. Die hocheffizienten Honigproduzenten sind die perfekten Netzwerker mit einem stark ausgeprägten Gemeinsinn. All-in-One Procurement nimmt sich diese Eigenschaften zum Vorbild.

02. Juni 2021 | Blog

Bienen geben (bestäuben Blüten) und nehmen (sammeln Nektar). Insofern sind sie sowohl „Einkäufer“ als auch „Lieferanten“. Zudem sind sie für unser Ökosystem unverzichtbar. Gäbe es ESG[1] und CSR[2]-Normen in der Tierwelt, die Bienen wären schon längst zertifiziert.

  • [1] Environmental Social Governance, zu Deutsch: Umwelt, Soziales und Unternehmensführung
  • [2] Corporate Social Responsibility, zu Deutsch: Gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen

 

Bienen beschaffen ökonomisch

Die Redewendung „fleißiges Bienchen“ kommt nicht von ungefähr: Für ein einziges Gramm Honig besuchen Bienen bis zu 10.000 Blüten. Ein Bienenvolk mit 50.000 Mitgliedern bilanziert damit schnell einige Millionen Sammelflüge pro Jahr. Die intensive Reisetätigkeit setzt eine effiziente Beschaffungsorganisation voraus. Zunächst liefern die heimkehrenden Sammelbienen den Stockbienen Nektarproben zur Bewertung der Futterqualität. Die Empfangsbienen übergeben anschließend nicht den gesamten Nektar, sie verteilen Kostproben an ihren Kollegenkreis. Auf diese Weise wissen die Bienen schnell, welche Nahrungsgüter (Nektar, Pollen, Wasser) in der Lieferkette knapp werden könnten. Diese Informationen werden wiederum genutzt, um zusätzliche Sammelbienen zu identifizieren oder Änderungen im Ablauf des Beschaffungsprozesses zwischen Stock- und Sammelbiene vorzunehmen.

Bienen beschaffen ökologisch

Nicht zu vergessen: Nach Schweinen und Rindern sind Bienen unsere drittwichtigsten Nutztiere. Darüber hinaus sind Bienen systemrelevant für unser Ökosystem. Das Bienensterben hat somit fatale Folgen für Mensch und Umwelt. Denn Bienen erzeugen nicht nur leckeren Honig, sie bestäuben auch rund 80 % der Pflanzen. Ihre Tätigkeiten sind wie die des Einkäufers eng mit der Umwelt verflochten. Die übrigen 20 % der Bestäubungsarbeit obliegt den Schmetterlingen, Hummeln und anderen Insekten. Bei der Nahrungsaufnahme von Nektar und Pollen tragen Bienen Pollen von Blüte zu Blüte und sorgen somit für die Fortpflanzung zahlreicher Blüten- und Nutzpflanzen. Sie sichern damit das Überleben von Bäumen, Blumen und Gräsern. Der Bestäubung durch Bienen verdankt der Mensch eine Vielfalt an unseren Nahrungsmitteln. Die meisten unserer Frucht bildenden Kulturpflanzen, wie z.B. Apfel, Birne, Kirsche und Beeren sowie Gemüsearten wie z.B. Gurken und Tomaten, sind auf Insektenbestäubung angewiesen. Eine vergleichbare Schlüsselrolle nimmt der Einkauf in Unternehmen ein. Nur ein möglichst geringer ökologischer Fußabdruck unter Einbeziehung aller externen und internen Geschäftspartner wird die globale Versorgung von morgen sicherstellen. Ein wettbewerbsentscheidender Faktor für Unternehmen, wenn sie die Stabilität ihres Leistungsportfolios dauerhaft gewährleisten möchten.

Bienen beschaffen sozial

Das Bienenvolk ist ein flexibles, sozial vernetztes Gefüge. Ganz ohne starre Stellenbeschreibungen oder frühzeitige Spezialisierung meistern Bienen ihr Arbeitsleben. Job-Rotation heißt das Zauberwort. Knapp sieben Wochen beträgt die Lebenszeit einer Biene. In dieser Zeit durchläuft sie verschiedenste Positionen, etwa die der Baubiene, Brutpflegebiene, Wächterbiene oder Sammelbiene. Ein interessantes Bildungs-Konzept für Einkaufsteams. Durch systematische Arbeitsplatzwechsel lernen sie den hochkomplexen Anforderungen einer agilen Berufswelt entgegenzutreten. Bienenteams, im Fachjargon „Volk“ und „Schwarm“ genannt, zeigen eindrücklich die strategische Bedeutung eines umfassenden Beziehungsmanagements. Hierarchien oder Funktionen sind hierbei nebensächlich. Die bedingungslose, lebenslange Fürsorge ist entscheidend. Wechselseitiges Füttern, Putzen, Heizen und Kühlen kennzeichnen das Sozialverhalten der Bienen. Der Einkauf kann von diesem Verhalten profitieren, indem der Fokus auf die „Mensch-zu-Mensch-Vernetzung“ gelegt wird. Kunden und Lieferanten werden eng in die Wertschöpfungskette integriert, der Wissensaustausch gefördert und organisatorische Hürden abgebaut. So vereinfachen sie den Arbeitsalltag und reduzieren langfristig Kosten.

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Onventis Bienenpatenschaft

Wussten Sie bereits, dass Onventis sich aktiv für den Bienenschutz engagiert? Seit dem letzten Relaunch unseres Markenauftritts Anfang 2021 sind die Tiere
visueller Teil unseres Leitbilds. Vorbilder in Sachen Beschaffung sind sie schon lange für uns. Ein guter Grund, uns für die tierischen Helden einzusetzen und damit einen Beitrag zur Sicherung ökologischer Vielfalt zu leisten. In Zusammenarbeit mit einer nachhaltig geführten Bio-Imkerei aus Süddeutschland hat Onventis die Bienenpatenschaft für ein Honigbienenvolk übernommen.

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